Dienstag, 6. August 2013

Rezension / Schlecht aufgelegt (Sven Stricker)

Über ein gewonnenens Exemplar und der dazugehörigen Leserunde bin ich auf Sven Stricker und seinen Debütroman aufmerksam geworden.

Klappentext:

Das war mit Abstand die fürchterlichste Woche seines Lebens. Und es war gerade erst Dienstag.» Paul Uhlenbrock schleppt sich so durchs Leben: Er hasst Berlin. Er hasst den Job im Call-Center, die unfreundlichen Kunden und die verkrachten Existenzen um sich herum. Und Kuli, den neuen, nervigen und anhänglichen Kollegen, den mag er auch nicht. Doch dann werden Kuli und Paul am Telefon unfreiwillig Zeugen eines Verbrechens. Tags darauf ist eine junge Floristin tot, und in Kulis Briefkasten steckt ein Foto: Es zeigt das Opfer mit einem berühmten Berliner Politiker - in eindeutiger Pose. Plötzlich ist Pauls Ehrgeiz geweckt. Er und Kuli beschließen, auf eigene Faust zu ermitteln. Und stolpern mitten in einen hochbrisanten Fall, der sich schnell als mindestens eine Nummer zu groß entpuppt …

Meine Meinung:

Ich bin normalerweise nicht "humorbehindert" - aber hey, es wird ein Mensch umgebracht und so. Naja...ich habe jedenfalls das erste Drittel des Buches gebraucht um dann für mich zu beschließen: wirf deine Logik über Bord und amüsiere dich! Die Beschreibung "Krimi" ist dabei vielleicht ein bisschen irreführend.

Die Protagonisten sind zum Schreien komisch. Man muss zwar erst mal warm mit ihnen werden, aber viele ihrer Gedanken und philosophischen Alltagsansätze sind einem selbst nicht unbekannt. Ich habe so viele Buchzitate notiert, dass es hier den Rahmen sprengen würde.

Ich habe aber nicht gezählt, wie viele Filme und Songtitel zitiert werden - jeweils passend zur Situation gewählt. Man kennt nicht alle Titel, aber jeder kommt auf seine Kosten.

Man merkt, dass der Autor nicht nur eigene Interessen, sondern auch eigene Lebenserfahrungen hat einfließen lassen. Besonders die Beschreibung der Beziehung zwischen dem Protagonisten Paul und seiner Tochter Luna  kommt 100 % authentisch beim Leser an. Und verleiht dem Buch einen ernsthaften Touch - was einen wunderbaren Ausgleich zum Rest darstellt.

Und wer war gleich der Mörder? Ach, egal...

Fazit:

Paul und Kuli - das Duo, auf das alle nach Dick & Doof, Patt & Patterchen und Ernie & Bert gewartet haben.
Wer sich kurzweilig locker machen kann, sollte dieses Buch unbedingt lesen!

Kommentare:

  1. Süße Rezi :)

    Freue mich auf einen Gegenbesuch! :)
    LG Büchernixe
    http://buechernixe.blogspot.com

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  2. Hallo,
    schöne Rezi. Das Buch liegt auch schon auf meinem SuB, da weiß ich ja jetzt, auf was ich mich gefasst machen kann.
    Kannst ja mal bei mir vorbeischauen..
    http://bienesbuecher.blogspot.com/
    LG

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