Mittwoch, 18. Dezember 2013

Rezension / Schwarzer Mond über Soho (Ben Aaronovitch)

Nach fast 12 Monaten habe ich mich dazu entschlossen, die Fortsetzung von "Die Flüsse von London" zu lesen.

Einerseits war ich vom Auftakt der Reihe fasziniert (da sich dieser Roman meiner Meinung nach von der Masse abhebt), andererseits hat mich etwas davon abgehalten, die Reihe sofort fortzusetzen. Ich erkläre es mir so: Ben Aaronovitch ist ein sehr wortgewandter Autor - wobei das Leseverständnis unter der "Kunst" der Sätze manchmal ein bisschen leidet...sprich: ich musste schon bei "Die Flüsse von London" so einige Sätze mehrmals lesen, bis ich ihre Tiefe ergründen konnte. Man muss wirklich "in Stimmung" sein für solch ein Buch. 


Klappentext: 

Constable Peter Grant ist ein ganz normaler Londoner Bobby. Die Abteilung, in der er arbeitet, ist allerdings alles andere als normal: ihr Spezialgebiet ist – die Magie. Peters Vorgesetzter, Detective Inspector Thomas Nightingale, ist der letzte Magier Englands und Peter seit kurzem bei ihm in der Ausbildung.
Was im Moment vor allem das Auswendiglernen von Lateinvokabeln bedeutet, die uralten Zaubersprüche wollen schließlich korrekt aufgesagt werden. Doch als Peter eines Nachts zu der Leiche eines Jazzmusikers gerufen wird, verliert das Lateinstudium auf einmal seine Dringlichkeit. Peter findet heraus, dass in den Jazzclubs in Soho, im Herzen Londons, plötzlich verdächtig viele Musiker eines unerwarteten Todes sterben. Hier geht etwas nicht mit rechten Dingen zu ...

Meine Meinung: 

Ich bin immernoch etwas schizophren, was meine Meinung zu Aaronovitchs Schreibstil angeht: einerseits ist er flüssig und angenehm, andererseits kommen manche Sätze so hochgestochen daher, dass das Lesen mitunter viel Konzentration erfordert.

Nichtsdestotrotz konnte ich mich herrlich über den Humor amüsieren. Auch wenn ich nicht jedes Detail verstanden habe, war der Unterhaltungswert ziemlich hoch.

Gestört haben mich einige langatmige Passagen, in denen der Autor weit ausholt, um eine aktuelle Begebenheit näher zu beschreiben oder zu erläutern. Wie auch im letzten Band wird viel über die Stadt London gesprochen: viele Ortsnamen, viele Straßennamen, viele Routenbeschreibungen...das nahm schon fast wieder überhand.

Peter Grant hat diesmal mit zwei magischen Fällen zu tun und stolpert aufgrund seiner intuitiven Art von einem Dilemma ins nächste. Peter ist mir sehr sympathisch, da er gerade seine verpeilte Ader zu seinen Gunsten nutzen kann.

Wir begegnen unseren alten Bekannten wieder, wobei die Themse-Götter diesmal im Hintergrund bleiben. Von Lesley ist kaum die Rede, da sie noch ihre Wunde aus dem letzten Teil leckt...wobei das Ende des Buches auf eine hochexplosive Fortsetzung hoffen lässt!

Fazit: 

Für Liebhaber der "leichten" Kost ist dieses Buch sicher nichts...außerdem muss man mit dem schwarzen, englischen Humor klar kommen.
Ich möchte jedenfalls keine weiteren 12 Monate verstreichen lassen, bis ich "Ein Wispern unter Baker Street" (3. Teil) lese!

Kommentare:

  1. Hört sich wirklich gut an...aber ich glaube ich würde das gar nicht erst auf die Reihe bekommen und hätte nicht die nötige Gedult ein solches Buch zu lesen:D
    Dein Blog ist richtig toll! Ich finde die Auswahl deiner BÜcher richtig gut:) Da folge ich dir gleich mal und warte gespannt auf Neues von dir!
    Alles Liebe. Ich wünsche dir einen wundervollen Tag!
    <3
    cathslovleybooks.blogspot.de

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  2. Wie du weißt, liebe ich diese Reihe und freu mich schon, wenn wir gemeinsam Teil 3 angehen! Und es passt auch noch perfekt zu Punkt 3 der Challenge! :D

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